Helmut Andreas Paul GRIESHABER
1909 – 1981
Nach dem Kunststudium in Stuttgart unternahm Helmuth Andreas Paul Grieshaber ausgedehnte Reisen durch Europa. Wegen seiner Kritik am Nationalsozialismus vom Regime geächtet, verdiente er sich während des Krieges den Lebensunterhalt mit Gelegenheitsarbeiten. Von der Wehrmacht zwangsrekrutiert, geriet er in Kriegsgefangenschaft und wurde in belgischen Minen interniert. Nach Kriegsende kehrte er nach Deutschland zurück und widmete sich vor allem dem großformatigen Holzschnitt. Alpine Landschaften, Tiere, religiöse und mythologische Darstellungen setzte er immer wieder in einen aktuellen politischen und sozialen Kontext. Der Mensch und seine Würde, unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet, waren seit jeher das Merkmal seines künstlerischen Schaffens, aber auch Ausdruck seines politischen Engagements als Pazifist und Umweltschützer. Grieshaber wurde mit zahlreichen Preisen und Anerkennungen bedacht. Seine Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt.
Foto © Bundesarchiv, B 145 Bild-F032662-0025 / Gräfingholt, Detlef / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons

